SeinsWeise – wie es zu dem Titel kam

 

 

tusche2 copy

Das Wort SEIN ist trotz seiner Einfachheit sehr vielschichtig. Grundsätzlich bedeutet das eigenständige Wort SEIN „existieren“, „in der Realität vorkommen“. Und, was wichtig ist: „Wenn man sagt, jemand oder etwas sei, so spricht man von seinem Wesen, nicht von seiner Oberfläche! (in: E. Fromm, 1979, S. 35).

Darüber hinaus hat die Auffassung, dass Werden, Aktivität und Bewegung Elemente des Seins sind,eine lange philosophische Tradition: Es gibt kein SEIN, das nicht gleichzeitig ein Werden und Sich- Verändern ist. Wachstum und Veränderung sind Eigenschaften, die eng mit dem Lebensprozess verbunden sind.

Wenn ich also dem Sein, dem Werden und Sich-Verändern gerecht werden will, komme ich nicht umhin anzuerkennen, dass – über das reine Da-sein hinaus – Sein und Zeit eng zusammenhängen.

Nun ist natürlich SEIN nicht ein einheitlicher Prozess, sondern unterliegt bei jedem von uns in seiner Erscheinungsform (=Weise) und Entwicklung vielen Einflussfaktoren. An manchen können wir nichts ändern oder haben keinen Einfluss (mehr) darauf wie z.B. wie und wo wir geboren sind. Andere Faktoren können wir beeinflussen und lenken, z.B. welche Entscheidungen wir treffen, wie wir unsere Freizeit gestalten, was wir essen, welche Freunde wir uns suchen……
Jetzt sind wir aber nicht nur da und unterliegen Veränderungen während unserer Lebenszeit, sondern wir leben in und durch viele soziale Kontexte – vielen Begegnungen.

Die Frage ist also: Wie können wir die (Art und) Weise unseres Seins mit all seinen Veränderungen, Entwicklungen und Begegnungen so gestalten, dass es zu einem gelingenden Leben werden kann.

Und das alles drückt sich für mich in SeinsWeise aus!

Begegnung

Dein Sein
Deine Zeit

Mein Sein
meine Zeit.

(inmitten eines riesigen geheimnisvollen Universums)

Immer noch und immer wieder macht es mich staunen……..

(G.Reindl)

Zum Nach- und Weiterlesen: Literatur, die mich sehr inspiriert hat:
Drosdowsky, G. (Hrg).(1989). Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. Band 7.
Fromm E. (1980). Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft. Dtv
Heidegger M. (1993). Sein und Zeit. Max Niemeyer Verlag. Tübingen
Klein, O.G. (2010). Zeit als Lebenskunst. Verlag Klaus Wagenbach. Berlin

Eine Antwort auf SeinsWeise – wie es zu dem Titel kam

  1. gerti mayer sagt:

    Das ist richtig gute Inspiration für einen „Normalbürger“, sich noch mehr zu hinterfragen, bewusst zu sein, innezuhalten (Bremsen zu betätigen), bewusst zu werden, den Weg immer wieder wahr zunehmen, sich nicht im Alltag zu verlieren, sich staunend zuwenden. Versuchen Anzukommen, loszulassen für diesen neuen Raum. Eine wunderschöne Begrifflichkeit SEINSWEISE!!!!

Hinterlasse eine Antwort